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Die Geschichte der Genossenschaften - Selbsthilfe durch Kooperation

Die Idee der Genossenschaft entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Aus Selbsthilfeeinrichtungen wurde ein Erfolgsmodell. Heute findet man Genossenschaften in allen Bereichen der Wirtschaft, so auch im Bankensektor.

Zwei Wege führten zu einem Ziel:

Fast gleichzeitig, aber noch unabhängig voneinander, entwickelten Friedrich-Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch eine neue Unternehmensform, die Genossenschaft. Selbsthilfe durch freilwillige Kooperation lautete ihre Lösung gege die Existenzkrise des Mittelstandes.

Karrierestufen der Genossenschaften:

1849 Schulze-Delitzsch gründete die erste Genossenschaft, die "Schuhmacher-Assoziation". Durch gemeinsamen Einkauf konnten die Mitglieder höhere Rabatte erzielen.

1850 Schulze-Delitzsch rief den "Vorschussverein" ins Leben. Er war der Vorläufer der heutigen Volksbanken.

1864 Raiffeisen gründetet die erste Kreditgenossenschaft Deutschlands, den "Heddersdorfer Darlehenskassenverein". Jeder, der ein Darlehen bekommen wollte, musste Mitglied des Vereins sein. So wurden Kredite erstmals auch für die Landbevölkerung erschwinglich.

Karriereleiter der Genossenschaften:

Die Karriere der Genossenschaften ging steil bergauf: Im Jahre 1914 gab es mehr als 34.500 Genossenschaften, darunter 19.000 Kreditgenossenschaften. Der neue Unternehmenstyp wurde zum Vorbild für gleichartige Gründungen in der ganzen Welt.
Mehr als 15 Millionen Menschen sind heute Mitglied von Volksbanken Raiffeisenbanken. Weltweit hat keine Unternehmensgruppe einen vergleichbar breit gestreuten Anteilsbesitz.

Geschichte verpflichtet:

Wer heute Mitglied bei einer Genossenschaftsbank ist, der weiß: Ich gehöre zu einer starken, demokratischen Wirtschaftsgemeinschaft. Ich bin Kunde und Teilhaber bei einer Bank, die es sich in die Satzung geschrieben hat, ihre Mitglieder wirtschaftlich zu fördern.