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Der Wunschberuf steht fest? Dann nichts wie los, machen Sie sich jetzt voller Elan an die Bewerbung
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Am wichtigsten hierbei ist eine gute Vorbereitung. Sammeln Sie erst Informationen und legen Sie dann los.
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Die richtige Vorbereitung
Für Schüler, die sich auf einen Ausbildungsplatz bewerben wollen, gilt:
Unbedingt auf Termine und Fristen achten. Für eine Ausbildungsstelle sollten Sie sich generell etwa ein Jahr vor Beginn der Ausbildung bewerben, und zwar mit dem Versetzungszeugnis in die letzte Klasse. Für viele Lehrberufe gelten außerdem spezielle Fristen, über die Ihnen der Berufsberater im Arbeitsamt Auskunft geben kann.
Informationen sammeln:
Machen Sie sich schlau über die Firma, in der Sie einmal arbeiten wollen. Denn Sie müssen sich überlegen, ob Sie dorthin passen. Eine gute Informationsquelle ist die Internetseite des Unternehmens. Vielleicht gibt es auch Bekannte, die Ihnen einiges verraten können. Bewahren Sie am besten alle gesammelten Informationen, die Stellenanzeigen und auch Ihre Bewerbungsschreiben auf. Nur so können Sie sich bei vielen Bewerbungen auf die Vorstellungsgespräche vorbereiten.
Telefonieren hilft:
Ein Telefonat kann viele Fragen klären. Überlegen Sie jedoch vorher, was Sie genau wissen möchten. Gibt es Unterlagen über die Ausbildung im Unternehmen? Gibt es Besonderheiten bei der Ausbildung? Mit solchen Fragen signalisieren Sie Interesse an dem Betrieb. Ganz wichtig ist es, den Ansprechpartner zu kennen. Fragen Sie nach dessen Namen, falls Sie ihn nicht wissen. Scheuen Sie nicht davor zurück, sich den Namen gegebenenfalls buchstabieren zu lassen.
Money, Money, Money
Perfekte Bewerbungsunterlagen können ganz schön ins Geld gehen. Aber die Ausgaben für Fotos, Porto, Kopien und Mappen müssen Sie nicht alleine tragen. Auch die Reisekosten zum Vorstellungsgespräch werden erstattet.
Nichts übersehen:
Von den Kosten übernimmt die Bundesagentur für Arbeit pro Jahr maximal 260 Euro. Dafür müssen Sie sich dort als arbeitssuchend melden. Ganz wichtig: Sie müssen die Erstattung beantragen, bevor Sie das Geld ausgeben. Die Quittungen heben Sie auf, um sie später vorzuweisen. Studierende können sich übrigens bereits drei Monate vor Ihrem Abschluss als arbeitssuchend melden und profitieren dann auch von der Finanzspritze der Agentur.
Fahrtkosten:
Freuen Sie sich: Die erste Hürde ist geschafft, Sie sind zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Auch auf den Fahrtkosten bleiben Sie nicht sitzen. Ihr potentieller Arbeitgeber muss nämlich Ihre Reisekosten übernehmen, egal ob er Sie einstellt. Trotzdem sollten Sie sich vorher bei der Firma erkundigen, ob das in Ordnung geht und bei Bedarf auch eine Übernachtung drin ist.
Bewerben - aber richtig
Ihre Unterlagen sind das erste, was Ihr zukünftiger Arbeitgeber von Ihnen sieht. Stellen Sie sie sorgfältig zusammen. Um Fehler zu vermeiden, lassen Sie Ihre Bewerbung zum Beispiel von Ihren Eltern korrigieren.
Persönlichkeit: Anschreiben und Lebenslauf
Schreiben Sie keine Musterbriefe ab, sondern formulieren Sie Ihr Anschreiben mit eigenen Worten. Im Lebenslauf geben Sie einen Überblick über die wichtigsten Daten zu Ihrer Person und zwar in Form einer Tabelle. Stehen Sie zu Ihrem Leben, seien Sie ehrlich - völlig geradlinige Lebensläufe sind oft gar nicht gefragt. Ganz wichtig: Lassen Sie keine Lücken, geben Sie zum Beispiel lange Reisen oder Krankheiten an.
Zugabe: Anlage und Foto
Hinter Anschreiben und Lebenslauf kommen chronologisch geordnet die Kopien Ihrer Zeugnisse sowie Bescheinigungen über Praktika, Jobs oder Kurse, die für die Stelle wichtig sind. Ein Foto darf zwar nicht mehr verlangt werden, weil aufgrund des "Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes" niemand wegen seines Äußeren benachteiligt werden darf. Es ist jedoch in den meisten Unternehmen sehr gern gesehen. Falls Sie sich für ein Foto entscheiden, lassen Sie es vom Fotografen machen. Kleben Sie das Foto in die rechte obere Ecke des Lebenslaufs.
Die Verpackung:
Stellen Sie Ihre Unterlagen kopierfreundlich zusammen, stecken Sie also nicht jede Seite in eine Hülle. Aufwendige, vorgefertigte Bewerbungsmappen kommen bei Einstiegsjobs nicht gut an, Clip-Mappen oder Hefter sind besser. Umschläge mit verstärkter Rückwand lassen Ihre Bewerbung glatt ankommen.
Das Anschreiben
Mit Ihrer Bewerbung stellen Sie heraus, warum gerade Sie zu diesem Arbeitgeber passen. Gestalten Sie jedes Anschreiben individuell auf die offene Arbeitsstelle abgestimmt. Es gibt jedoch einige Elemente, die in keinem Anschreiben fehlen dürfen.
Der Briefkopf ist Ihre Visitenkarte
- Anschrift: Vor- und Nachname, vollständige Anschrift, Telefonnummer, E-Mailadresse
- Firmenanschrift: Anschrift, die in der Stellenanzeige angegeben wird, bei Initiativbewerbungen vorher den Ansprechpartner recherchieren
- Datum: Ort und Monat ausschreiben
- Betreffzeile: "Bewerbung um...", erwähnen Sie gegebenenfalls die Stellenanzeige
Der Text soll persönlich ansprechen
- Anrede: konkreten Ansprechpartner nennen, falls nicht bekannt "Sehr geehrte Damen und Herren"
- Text: kurz und prägnant, höflich, wenn möglich nicht mehr als eine Seite
- Unterschrift: mit Füller unterschreiben
- Anlagen: komplett aufgelistet, wie zum Beispiel Lebenslauf und Zeugnisse
Überzeugen Sie mit Ihren Formulierungen
- Machen Sie klar, warum ausgerechnet Sie der/die Richtige für die Stelle sind
- Heben Sie persönliche Stärken und Kenntnisse hervor. Schwächen lassen Sie am besten weg.
- Begründen Sie, warum Sie in diesem Beruf und in diesem Unternehmen arbeiten möchten
- Informieren Sie über Ihren voraussichtlichen Abschluss, falls Sie noch keinen haben.
- Erwähnen Sie ein Hobby. Das schafft eine emotionale Bindung zum Leser.
Der Lebenslauf
Viele Personalleiter lesen zuerst den Lebenslauf, um sich schnell ein Bild von dem Bewerber zu machen. Es lohnt sich also, sich viel Mühe für den Lebenslauf zu geben. In Tabellenform ist er am übersichtlichsten.
Vollständigkeit:
- Überschrift: Sagen Sie, worum es sich handelt: Schreiben Sie "Lebenslauf" in die erste Zeile
- Persönliche Daten: Das sind Name, vollständige Anschrift, Telefonnummer, E-Mailadresse. Das Geburtstdatum müssen Sie nicht angeben, können Sie aber. Die Staatsangehörigkeit gehört nicht mehr in eine Bewerbung, um Diskriminierung auszuschließen.
Wo haben Sie gelernt, wo haben Sie bereits gearbeitet?
- Schullaufbahn: Zählen Sie auf, wann Sie welche Schulen besucht haben sowie den Schulabschluss mit Ihrer Durchschnittsnote oder das Datum des vorraussichtlichen Abschlusses.
- Berufliche Erfahrungen: Ferien- und Nebenjobs weisen Sie als leistungsbereit aus, Weiterbildungs- oder Fremdsprachenkurse als lernbegierig. Bestätigen Sie Ihre zusätzlichen Qualifikationen, wenn möglich, mit Kopien.
Persönliche Note:
- Hobbys: Erwähnen Sie nur seriöse Freizeitaktivitäten, z.B. keine Kneipentouren. Eine Sportart oder Beschäftigung zu Hause wie "Lesen" kommt immer gut an.
- In der Schlusszeile geben Sie das gleiche Datum und den gleichen Ort wie auf dem Anschreiben an.
- Unterschreiben Sie Lebenslauf und Anschreiben mit demselben Stift.